Öffentliche Absage des Termins – Ihre Vorladung – zum 8. Mai 2014 im Jobcenter Berlin Mitte

.

Sehr geehrte Frau Reda,

vielen Dank für Ihre Einladung* zum 8. Mai 2014 und dem wohlwollenden Interesse an meiner Person. Zu meinem Leidwesen muss ich den Termin am 8. Mai 2014 aber absagen, da ich an diesem Tag bereits mit einer meine gesellschaftlichen Karriere befördernde Aktion in Berlin Schöneweide zugange bin.

*) Eine Einladung mit Androhung einer Strafe bei Nichtbefolgung nennt man „Vorladung“.

.

Am Gedenktag der Befreiung vom Hitler-Faschismus habe ich (in Zusammenarbeit mit zahlreichen anderen LEIDENschaftlichen Hartz-IV-Empfängern und hyperaktiven Taugenichtsen) vor dem „Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit“ (www.dz-ns-zwangsarbeit.de) eine Kundgebung in „Gedenken an die Opfer der Agenda 2010“ angemeldet, wo wir rund fünfzig Kreuze, für die von uns bereits dokumentierten Todes-Opfer, aufstellen möchten. Als Anmelder und verantwortlicher Versammlungsleiter bin ich diesbezüglich unabkömmlich…

www.Die-Opfer-der-Agenda-2010.de

.

Mit der Aktion möchten wir auf das neue Zwangssystem, der erpresserischen Sanktions­praktiken im Hartz-IV-System, bis hin zur völligen Vernichtung der Existenzgrundlage und dessen möglichen sowie aktuellen Todesfolgen, inklusive der sich schon wieder wiederholenden Geschichte aufmerksam machen.

.

Da diese Kundgebung aber im Vorfeld der kommenden Europawahlen nur eine von fast täglichen Kreuz-Aktion vom 1. bis 24. Mai 2014 ist und ich mir als Geburtstagsgeschenk eine Kreuz-Aktion vor meinen eigenen für mich lebensverwaltungstechnisch zuständigen Jobcenter polizeilich angemeldet habe, hätte ich am 2. Mai 2014 von 10:00 bis 13:00 Uhr genügend Zeit für ein persönliches Gespräch mit Ihnen, direkt auf dem Gehweg vor Ihrer Billiglohn-Zwangsarbeitszentrale…

www.Die-Opfer-der-Agenda-2010.de/Kreuz-Aktionen

.

Gerne würde ich mich dabei mit Ihnen nicht nur über Ihre fachlichen Defizite und Ihre Charakterschwäche sowie die negativen Folgen ihres Handelns (für die gesamte Gesellschaft) auf ihrem Erwerbseinkommens- platz unterhalten wollen – denn auch Sie sollten nach ihrem Karriereknick wieder eine faire Chance auf einen sinnvollen Arbeitsplatz bekommen oder sogar für ein frei bestimmtes Leben – wenn sie den entsprechenden Mut dazu aufbringen wollen**.

.

Die Frage auf dem von Ihnen mitgesendeten Fragebogen, ob ich weiterhin an Stellenangeboten interessiert bin, möchte ich „unbedingt“ bejahen. Gerne dürfen Sie mir Angebote für leichte Tätigkeiten (natürlich meinen Interessen und meiner Qualifikation entsprechend) ab einen Monatsgehalt von 2000,- Euro netto bei zwanzig (oder weniger) Arbeitsstunden die Woche zukommen lassen.

**) Meine entsprechende Beraterleistung ist für Mitarbeiter der Arbeits- und Jobcenter derzeit noch als Schnupperangebot kostenlos. Verpassen Sie nicht Ihre Chance!

.

Zur Eigenmotivation lege ich Ihnen außerdem noch drei Bonuskarten, natürlich ebenfalls völlig kostenlos, mit anbei.

.

In Vorbereitung der weiteren Kommunikation mit Ihnen, bezüglich „meiner aktuellen beruflichen Situation“ und zu eigennützigen** PR-Zwecken, habe ich es mir erlaubt, dieses Schreiben auf meinem Wendeberater-Blog öffentlich online zu stellen…

www.Der-Wendeberater.de

**) Ich habe alles zu tun und jeden zu benutzen um mich aus meiner von der Gesellschaft verursachten Hilfebedürftigkeit heraus zu holen und gehe daher von Ihrem Einverständnis aus.

.

Mit freundlichen Grüßen

.

Michael Fielsch

Wendeberater(.de)

.

PS: Sollte meine Absage, auf Basis meines Aktivismus zur Bewusstmachung der gesellschaftlichen Schieflage, eine Sanktion nach sich ziehen, so möchte ich schon jetzt auf dessen Veröffentlichung in meinem Sanktionsarchiv „Schinders-Liste“ hinweisen…

www.Schinders-Liste.de

.

Anlagen:

Bonuskarte 1

Bonuskarte 2

Bonuskarte 3

.

.

.

Advertisements

6 Kommentare

Eingeordnet unter Mein Jobcenter

6 Antworten zu “Öffentliche Absage des Termins – Ihre Vorladung – zum 8. Mai 2014 im Jobcenter Berlin Mitte

  1. Stephanie Mahl

    Großartiger Text! :-)) Immer wieder herzerfrischend mit jemandem darüber lachen zu können, statt einsam daran zugrunde zu gehen!

  2. Geiler Text – SOOO muss das mit dem Jobcenter.

  3. Untertan

    Eine andere Version, wie der Brief hätte verfaßt werden können:
    Eure gnädigste Unantastbarkeit!
    Eure Vorladung zum Foltertermin habe ich untertänigst erhalten. Selbstverständlich werde ich alle meine anderen Verpflichtungen hintenanstellen, um Ihrem Befehl des Vorstelligwerdens gehorsamst Folge leisten zu können.
    Mir ist bewußt, dass ich ein lebensunwertes Leben bin, weil ich keiner Erwerbsarbeit nachgehe und unverdienterweise und nur von Staates Gnaden existiere. Aber vielleicht haben Sie eine 1-Euro-Zwangsarbeit für mich, damit ich meine Existenz rechtfertigen kann. Wenn nicht dann füge ich mich selbstverständlich demütigst Ihrem gerechten Urteil der Vernichtung durch Sanktionierung.
    Gehorsamst
    Ihr stets ergebener Untertan

  4. Da lacht meine schwarze Seele 🙂

  5. Silvia Müller-Schwarz

    Wenn ich an die Zeit der Arbeitslosigkeit – und vor allem an die Schikanen durch die „kompetenten“ Mitarbeiter der Arbeitsagentur zurückdenke, kommt mir nur das Kotzen. Dieses Gesetz – Hartz IV – gehört als menschenfeindliches Zwangsgesetzt – unbedingt abgeschafft.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s