Erneute öffentliche Terminabsage – Ihre Einladung zum 16. Mai 2014 ins Jobcenter Berlin Mitte

auch per persönlichen Posteinwurf

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Sehr geehrte Frau Reda,

auch heute möchte ich mich wieder recht herzlich für Ihre fürsorgliche Einladung in Ihr Haus bedanken, wobei ich Ihnen leider eine erneute Absage erteilen muss. Wie ich Ihnen bereits in meiner Terminabsage vom 29. April 2014 mitgeteilt hatte, habe ich vom 1. bis 24. Mai 2014 fast täglich Kundgebungen (Kreuz-Aktionen – In Gedenken der Opfer der Agenda 2010*) in Berlin, sowie in Potsdam polizeilich angemeldet.

*) www.Die-Opfer-der-Agenda-2010.de

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Den von Ihnen festgelegten Termin am Freitag, den 16. Mai 2014 kann ich leider ebenfalls nicht wahrnehmen, da ich mich an diesem Tage gleich für zwei Kreuz-Aktionen in Potsdam** verantwortlich zeichne.

**) von 10:00 bis 13:00 Uhr vor dem Jobcenter und von 14:00 bis 17:00 Uhr im Stadtzentrum

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Am Rande sei bemerkt, dass ich nach den Kreuz-Aktionen den Vortrag von Anne Allex vom extramural e.V. (Verein zur internationalen Bildung gegen soziale Ausgrenzung), zum Thema „Historische Ursachen und Kontinuitäten der Stigmatisierung sozial Benachteiligter“ im Berliner Haus der Demokratie besuchen werde, den ich Ihnen wärmstens ans Herz legen möchte.

www.Anne-Allex.de/index.php?id=105

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Auf der anderen Seite möchte ich Ihnen natürlich keine Inkompetenz oder sogar Hinterlist bezüglich Ihrer erneuten Einladung vorwerfen, aber einen Termin, an einem Morgen, wo wir Kreuz-Aktionen im Berliner Zentrum durchführen, wäre sehr viel passender gewesen. Unsere Kreuz-Aktions-Terminseite ist Ihnen bekannt und eine für beide Seiten wohlwollende Lösung, für meine kommende berufliche Laufbahn als Wendeberater, an der ich tagtäglich sehr intensiv und hart arbeite, hätte uns beiden zum Vorteil gereicht.

Mir stattdessen einen Anhörungsbogen bezüglich Ihrer angedrohten 10 Prozentigen Sanktion zukommen zu lassen, empfinde ich als sehr zuvorkommend. Da ich aber auf diese Art der „Beschäftigung“ gerne verzichte, habe ich diese Pamphletvorlage einer anderweitigen Verwendung zugeführt.

Gerne hätte ich Ihnen mit diesem Schreiben eine weitere Ereignis- und Bonuskarte zukommen lassen, nur hat die Druckerei diese noch nicht fertig gepinselt. Um Sie aber nicht leer ausgehen zu lassen, möchte ich Ihnen schon vorab den neuen Text zuspielen, wobei ich natürlich auf Ihre Verschwiegenheit baue…

„Wenn man Verwaltungsarbeitsplätze schafft, über die man abhängige Personen gleichzeitig anklagen, verurteilen und bestrafen kann und somit die Gewaltenteilung aushebelt, spült man den Abschaum der Gesellschaft auf diese Machtvollen Arbeitsplätze***.“

***) …wodurch menschliches Elend und Leid ohne Ende erzeugt wird – welches wir nun mit unserer Initiative „In Gedenken der Opfer der Agenda 2010“ dokumentieren dürfen – wobei sich später natürlich wieder niemand daran erinnern kann.

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In Anbetracht Ihrer sehr weisen Vorgehensweise, auf unsere terminlichen Unstimmigkeiten mit der Androhung einer Sanktion zu antworten, verbleibe ich voller Hochachtung und mit freundlichen Grüßen

Michael Fielsch

Wendeberater(.de)

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Mein Jobcenter

2 Antworten zu “Erneute öffentliche Terminabsage – Ihre Einladung zum 16. Mai 2014 ins Jobcenter Berlin Mitte

  1. Biggy

    Lieber Michael,
    Ich habe die Sendung Maisberger gesehen und versuche Neutral wie nur Möglich zu denken( mir eine Meinung daraus zu bilden, denn das ist es ja zumindest was man daraus ziehen kann) Abgesehen davon das Du indirekt aus der dargestellt wurdest, der ein Schmarotzer des „Sozialstaats“ Deutschland sei und die anderen Beiden ehemaligen SGBII Empfänger eigentlich nur ein kurzes Gastspiel hatten auf den Job Center, denke ich mal müsste Jeden Zuschauer klar gewesen sein das dies kein Vergleich sein konnte( es hätte dazu zumindest ein Mensch Deines Alters in ähnlicher Lage da sein müssen und nicht eine Millionären die mal mit 25 Jahren einen Tiefpunkt hatte u Familie im Rücken, eine zwar recht sympathisch wirkende ehemalige Sportberühmtheit, die ob es nun demütigend ist oder nicht, aber gewiss immer noch viele Menschen im Hintergrund hat.
    Zu deinen Brief u. auch bei Maisberger habe ich deutlich herausgehört, dass Du ja auf Jeden Fall dich darum bemüht hast, in der Richtung, was du jetzt machst, ein Arrangement mit dem Job Center zu finden, dich als Selbständiger zu verwirklichen ?Dies aber nicht weiterführend zustande kam ?Hast Du ein Gewerbe angemeldet? Denn dies geht sehr schnell und würde doch auch unabhängig ob du einnahmen erzielst jedes mal, Deine Begründung , das du den Termin Deiner AV nicht wahrnehmen kannst auch rechtfertigen ?
    Deine nun erneuten Einladung mit Sanktionsandrohungen sind , wie ich finde, tatsächlich deutlich eine Ignoranz zu dem was du vorher Mitgeteilt hast.
    Dazu gebe ich dir gerne ein weiteres Beispiel, was sogar noch eine Steigerung ist zu dem was Du bekommen hast, aber auch ignoriert wurde sei es von Menschen die es gehört haben oder beim Job Center. Ich kenne eine Person, die sich schriftlich und ordnungsgemäß beim Job Center abgemeldet hat mit Kopie und Nachweis einer Krankenhauseinweisung ( mit Eintritt und Ausgangsdatum ).Eine Woche nachdem die Person im Krankenhaus war flatterten Ihr Zu Hause Einladungen und Sanktionsandrohungen , in Abständen von 5 Tagen ins Haus .Eine Bekannte die den Briefkasten betreute, stellte dies nach 2 Wochen fest und diese Person konnte Ihre Genesung im Krankenhaus nicht erreichen durch die vom Job Center massive Sanktionsandrohungen ( die im Dritten Brief dann gleich mal 30 Prozent waren.)Die Person musste sich mit Briefe schreiben Fax senden, Einschreibe Briefe aus dem Krankenhaus bemühen, dies ab zu wehren und wurde später Entlassen als nicht geheilt, sondern zustand verschlechtert .Sie bekam 1 Woche nach Ihren Anruf einen Anruf mit unterdrückter Rufnahme von der Sachbearbeiterin , die sagte es sei ein Versehen und bestimmt sei die Person nun wohl sauer oder verärgert . Dann kam ein Schreiben das sie nun eine neue Sachbearbeiterin hatte . die wiederum wollte beim Erstgespräch zum kennenlernen rein gar nix von dem massiven „falsch verhalten “ der Vorgängerin gewusst haben? Sie betonte nur wieder holend , Schlussstrich, neu Anfang.Nur die Person war zu tiefst geschädigt und konnte kein Vertrauen mehr finden und leidet noch heute an diesen Psychischen Folgen und auch vor allem weil es keine vernünftige Erklärung / Aufarbeitung gab von der neuen Sachbearbeiterin.Das Vertrauensverhältnis ist komplett deformiert worden und aufrecht erhalten geblieben( durch verhalten der neuen Sachbearbeiterin ). Angst vor psychischer Gewalt sogar in Krankheitsfall !!! Das ist es was als Eindruck sich eingeprägt hat. Wie könnte man dies vorgehen , dies Verhalten eines Teams ( so nennen sie sich ja beim Job Center) nennen? Teamarbeit bei „operative Psychologie“?( eine PDF Datei zu diesem Artikel, sende ich dir gerne!!) Es gibt zu dieser Person und die folgenden Erlebnissen natürlich noch mehr zu erzählen, aber ich will Dir hier nicht die Show stehlen 🙂 um es mal etwas mit Humor zu benennen, den denn braucht man wirklich in solchen Zeiten.
    Viel Glück und Erfolg bei Deiner Öffentlichkeitsarbeit !!
    lg
    Biggy

  2. Sehr geehrte Frau Reda-

    ich hoffe Sie besuchen diese Seite.

    Vorsorglich vor allen Ihren weiteren Schritten möchte ich mich stark
    davon distanzieren, dass MEIN Interesse vertreten wird, wenn Herr
    Fielsch Sanktionen erhält oder neue angedroht bekommt.
    Ich weiß, dass ich damit mit unzähligen anderen
    “ÖffentlichkeitsträgerInnen” und “GrundrechteträgerInnen” bin.

    Für eine effektive Arbeitsweise verweise auf die Vorgehensweise zu
    meiner Person, ich konnte mit meinem Arbeitsvermittler bzw.
    Selbständigkeitsbetreuer passend zu meiner und seiner (!) terminlichen
    Auslastung stets einen für beide seiten geeigneten Termin finden.

    Wenn diese Methoden Ihnen (bewusst) nicht möglich erscheinen, haben
    Sie eine strukturelle Beratung nötig – denn auch in diesem von mir
    ebenfalls als krank und pervers bezeichneten System können Sie so weit
    es geht menschlich kooperativ vorgehen und auf Ihre Zielgruppe
    individuell eingehen.
    Ich traue Ihnen diese Fähigkeiten zu!
    “Die Öffentlichkeit” wie im Saal von Maischberger “erzeugt” – ist
    nicht die reale Öffentlichkeit – es ist mir zudem eine tiefe
    Beleidigung, wenn jemand Sanktionen bekommt und in jeder Sanktion sehe
    ich einen Verstoß gegen das Grundgesetz. Ich hoffe, sie werden Ihre
    Hände damit nicht schmuztig machen und weiterhin die beste Arbeit
    machen, die Ihnen von Ihrem Platz aus möglich ist.

    Herzlichst,
    FriGGa Wendt

    http://www.i-love-menschenrechte.de

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