Jobcenter-Terminabsage wegen Unabkömmlichkeit im realen Leben

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JC Terminabsage zum 23.6.14
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JC Terminabsage zum 23.6.14

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Mein Jobcenter

5 Antworten zu “Jobcenter-Terminabsage wegen Unabkömmlichkeit im realen Leben

  1. Deutscher Michel

    Der Vergleich mit dem Milgram-Experiment trifft es immer deutlicher, „Germans are different – These“. In Deutschland wurde er als Abraham-Versuch nachgestellt ( http://www.fernuni-hagen.de/videostreaming/zmi/video/1986/86-16_76674/ )

    Wir hatten schon einmal Sprüche über Toren stehen wie „Arbeit macht frei“.

    Hier ist noch ein kurzer Filmausschnit, „I wie Ikarus“. Allerdings wird hier das Milgram-Experiment etwas verfälscht dargestellt, aber gegen Ende der Szene gut erklärt was es eigentlich aussagt, unabhängig von der Nationalität.
    Man gebe einfachen Leuten ein paar Vorgesetzte und denen wiederum mehrere Stufen an Vorgesetzten, dann noch ein paar Dienstanweisungen, Verordnungen und Gesetze, und sie machen alles – Gehorsamkeitsbereit und Obrigkeitshörig – bis zur Vernichtung von Existenzen und Leben. Ähnlichkeiten mit Jobcentern und SGB II sind rein zufällig.


    Veröffentlicht am 11.03.2014
    Ausschnitt aus dem Film „I wie Ikarus“ verfilmt im Jahr 1979
    Das Milgram-Experiment ist ein erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment, das von dem Psychologen Stanley Milgram entwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Der Versuch bestand darin, dass ein „Lehrer“ — die eigentliche Versuchsperson — einem „Schüler“ (ein Schauspieler) bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren jeweils einen elektrischen Schlag versetzte. (…) Das Milgram-Experiment sollte ursprünglich dazu dienen, Verbrechen aus der Zeit des Nationalsozialismus sozialpsychologisch zu erklären. (…)
    http://de.wikipedia.org/wiki/Milgram-Experiment

    • Deutscher Michel

      In den USA (ABC News) wurde das Milgram Experiment von 1961 anscheinend 2007 noch einmal mit einigen Personen deutlich entschärft und unter ärztlicher Aufsicht (für die „Lehrer“) durchgeführt. Es wird dabei auch das „Stanford Prison Experiment“ erklärt, welches damals (1971) wegen der Eskalation abgebrochen werden musste. Die in der Sendung gezeigten realen Beispiele von gerichtlich verurteilten Straftaten (Abu Ghraib – Folter, McDonald’s – Telefonanweisungen) waren der Grund weshalb dieses Experiment wiederholt wurde da sich die Erklärungen ähneln – „ich habe nur Anweisungen gefolgt, ich musste das tun“.

      Da viele den Zusammenhang zwischen diesen beiden stark kritisierten und wegen der Gefährdung der Probanden so nicht mehr durchführbaren Sozialpsychlogischen Experimenten und den SGB II Sanktionen nicht verstehen wollen
      – SGB II Sanktionen sind kein Experiment sondern Realität
      – da kann kein Proband abbrechen weil er hungert, aus der Wohnung fliegt, psychisch erkrankt, … (Schinders Liste)
      – das Milgram Experiment erklärt weshalb Jobcenter Mitarbeiter Sanktionieren („ich muss das tun“)
      – das Stanford Prison Experiment erklärt die Sanktionsspiralen

      Leider nur auf Englisch:
      http://abcnews.go.com/Primetime/story?id=2765416
      Basic Instincts: The Science of Evil – Jan. 3, 2007 – By CAROLINE BORGE

      Hier ist noch die englische Sendung (mit schlechten automatischen englischen Untertiteln):

      ABC Milgram re make
      Veröffentlicht am 18.02.2013

  2. Deutscher Michel

    Denn Sinn für ein Gespräch sehe ich als Aussenstehender nicht. Was soll dort neues besprochen werden? Eingliederungsvereinbarung? Anzahl der Bewerbungen? Art der Stellen? Qualifikationen? … ? Das ist doch nach mehreren Jahren alles bekannt. Die Absagen aus „wichtigem Grund“ liegen vor, mögliche neue Termine auch.

    Das mit den Sanktionen geht jetzt vermutlich vom Jobcenter aus Monat für Monat so weiter.
    Soweit ich es mitbekommen habe waren es 2 unterschiedliche Sachbearbeiter die vermutlich jeden Monat neue Termine festlegen und neu sanktionieren da sie die Begründung nicht akzeptieren werden.

    Das 10% Sanktionen werden jedesmal addiert und dauern je 3 Monate.
    Falls jeden Monat 2 Termineinladungen kommen …
    im 1. Monat 20% S1, S2
    im 2. Monat 40% S1, S2 – S3, S4
    im 3. Monat 60% S1, S2 – S3, S4 – S5, S6
    im 4. Monat auch wieder 60% S3, S4 – S5, S6 – S7, S8
    im 5. Monat auch wieder 60% S5, S6 – S7, S8 – S9, S10
    und so weiter mit 60%

    Mir fallen als Schlagwörter folgende ein:
    Willkür, Schikane, Androhungen, Amtsmissbrauch, Zwang, Nötigung, Erpressung, Weisse Folter, …

    Es gibt nun mal nicht für Alle und Jeden einen Job, und unter Zwang und Androhung erst recht nicht. Erwerbslosigkeit ist keine Straftat sondern Folge der Produktivitätssteigerung, Industriealisierung und Automatisierung.

  3. so ein schöner selbstbewusster brief und dann am ende dieser völlig überflüssige persönliche angriff… das hast du nicht nötig und ich glaube du schadest damit deiner sache!

    • Deutscher Michel

      Dieser letzte Satz?
      „Alternativ freue ich mich auf weitere Sanktionen Ihrerseits, auf Basis Ihrer unbeschreiblich hohen sozialen Kompetenz, und verbleibe mit den besten Wünschen“

      Ich persönlich sehe darin keinen persönlichen Angriff. Er ist doch positiv formuliert: „unbeschreiblich hohe soziale Kompetenz“

      Man liest das nur negativ wenn man davon ausseht, dass dies ironisch gemeint sein sollte, aber dazu gibt es keinerlei Anlass. Die Sanktionen sind doch von der Gesellschaft, Gesetzgeber, …, Teamleiter, JC-MA gewollt und Wendeberater „freut sich auf weitere Sanktionen“.

      Dass er dagegen Widerspruch und Klage einreicht ist sein gutes Recht. Aber ein persönlicher Angriff? Nein, das ist in diesem Satz nicht erkennbar! Und falls doch, weshalb sollte man die Wahrheit nicht ansprechen.

      Eher eine eigene Meinung oder Feststellung, aber immer noch kein persönlicher Angriff, wäre es zB wenn da stehen würde:
      „es mangelt Ihnen an sozialer Kompetenz“
      „Sie sind sozial Inkompetent“
      oder „Sie sind asozial Kompetent“

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