Die wirtschaftliche Vernichtung meiner Person beginnt

Heute ist mein sanktionierter Regelsatz* auf meinem Bankkonto eingegangen, so das meine wirtschaftliche Vernichtung beginnt. Weite finanzielle Sanktionen stehen mir von Seiten des Jobcenter ins Haus und da ich entweder frei bestimmt in einer humanen Gesellschaft leben will oder gar nicht, habe ich außerdem beschlossen, mich NICHT gegen die Sanktionen rechtlich zur Wehr zu setzen. Diesen bürokratischen (Un-) Rechtswahnsinn mache ich nicht mit, da er NICHTS mit dem wahren Leben auf diesem Planeten zu tun hat.

Die Entscheidung ob ich leben oder sterben soll, überlasse ich nun dem sozialpsychiatrischen Dienst, (für mich auch) als stellvertretende Institution einer völlig kranken Gesellschaft.

*) Der Antrag beim Sozialgericht, auf aufschiebende Wirkung, der gegen mich verhängten finanziellen Sanktionen, wurde inzwischen negativ beschieden. Auch das Sozialgericht ordnet meine wirtschaftliche Vernichtung und somit die (indirekte) Tötung meiner Person an.
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14 Kommentare

Eingeordnet unter Mein Jobcenter

14 Antworten zu “Die wirtschaftliche Vernichtung meiner Person beginnt

  1. Linda

    „Rechts“Staat = rechter Staat = Inquisition.
    LG

  2. Florian

    Hartz IV ist ein Vernichtungskrieg gegen Arbeitslose, Kranke, nicht mehr benötigte Beschäftigte und Rentner.

  3. Die Gesellschaft wird sich leider nicht von selbst ändern, zumindest nicht ins Positive. Wir sollten versuchen die kranke Gesellschaft zu heilen. Natürlich leichter gesagt als getan…
    LG

  4. Alles hat seinen Preis, auch bei mir versucht das Jobcenter Herne ein exempel zu statuieren. Verfüger seit nun 11 Monaten weder über warmes Wasser noch über Heizung! Das Jobcenter ignoriert das Urteil aus 2012 des höchsten deutschen Gerichtes (BSG). Heizkosten müssen in tatsächlicher Höhe übernommen werden! Ich wurde genötigt die offene Forderung der Stadtwerke als rückzahlbares Darlehen zu beantragen!!! Vermutlich greifen die meißten Leistungsberechtigten nach solch einem Strohhalm. Aber so ändert sich halt nichts! Mein Preis dafür: Täglich eiskalte Dusche, selbst bei Minustemperaturen im Winter. Siehe unter Manni Leid auf Facebook.

  5. Au mann, ich wünsche alles Gute! Macht mal ne Soli-Partiy, auf der wir sammeln können.

    • Deutscher Michel

      Eine Solidaritäts Party zum sammeln hört sich zwar gut an aber dafür hat der Staat gesorgt, dass das nichts bringt. Wenn schon Folter, dann auch so, dass niemand helfen darf.

      Lebensmittel und Sachgeschenke müssten angegeben und dann vom Regelsatz abgezogen werden, Geldleistungen sowieso.
      Gibt man es nicht an und das Jobcenter hat den Verdacht wäre das sogar eine Verletzung der Mitwirkungspflicht und man wird unter Androhung von Sanktionen und der Einstellung von Leistungen dazu aufgefordert alles mitzuteilen und nachzuweisen was man erhalten hat. Wie ansonsten auch in einem Rechtsstaat muss man sich nicht selbst blassten, es wird aber erstmal von den Jobcentern unter Androhung des Entzuges des Existenzminimums gefordert.

      Wenn schon Soli-Party, dann aber alles ganz regulär nur als „Darlehen“ das zurückbezahlt werden muss, ansonsten wird das als Einnahme angerechnet und vom Regelsatz abgezogen.

  6. Und an allem ist nur das JC schuld! Die Italienische Fußballmannschaft ist für mich Vorbild , obwohl Schiedsrichterfehlentscheidung gegen Italien getroffen wurde, plus Beissattacke, haben sie sich selbst die Schuld am A
    usscheiden gegeben. Hinterfrage doch mal dein Leben

    • @babsi blund: wer hat eigentlich gesagt dass an allem nur das jc schuld sei? ich verstehe garnicht worauf sich dein kommentar bezieht?

      würde auch gerne mehr erfahren über den stand deiner selbstreflektion: wie hast du das verhältnis von selbstbestimmung/arbeit/einkommen gelöst? und wie weit hast du deine lösung hinterfragt?

    • Deutscher Michel

      Gebt dem … Volk Brot und Spiele!

      Wenn ich es richtig mitbekommen habe hatten die Italiener auch fussballerisch nicht gerade geglänzt, daran ändert auch nichts, dass sie zu unrecht eine Rote Karte erhalten hatten. Da war auch die Begründung in den Interviews einzelner Spieler.

      Mir wäre aber nicht bekannt, dass WM-Fussballer am Existenzminimum leben oder ihnen damit gedroht wird nach verlorenen Spielen über mehrere Monate das Existenzminimum komplett gekürzt oder ganz gestrichen zu bekommen.

  7. Alfred

    Babsi Blund, hinterfragen Sie doch mal Ihren Vergleich. Können Sie nicht mehr zwischen Theater (illusion, Spiel) und Wirklichkeit unterscheiden? Der Club der Irregeleiten hat wirklich die stolzesten Mitgliederzahlen!

  8. ich lese gerade stücke von maxim gorki…
    NACHTASYL (1902) erster akt: „arbeit! richt es so ein, dass die arbeit mir freude macht, dann werde ich vielleicht auch arbeiten… ja! vielleicht! ist die arbeit ein vergnügen – dann ist das leben schön! ist die arbeit aber erzwungen – dann wird das leben zur elenden sklaverei!“
    SOMMERGÄSTE (1904) erster akt: „suchen sie die zufällige tatsache ihres daseins zum range einer gesellschaftlichen notwendigkeit zu erheben… dann wird ihr leben auch einen sinn erhalten.“

  9. Deutscher Michel

    Das mit dem nicht juristisch gegen die Sanktionen wehren finde ich persönlich Schade kann aber die Gründe dagegen verstehen.
    Das wäre aber der rechtsstaatliche Weg um überhaupt bis zum Bundesverfassungsgericht durch zu kommen, der wird aber gesetzlich bereits recht früh verbaut durch Mindesstreitwert oder Mindestzeitraum für die Berufung und Revision. Über Sozialverbände kann man evtl. auch Anwälte finden, die evtl. dazu bereit sind das juristisch jahrelang durchzukämpfen anstatt nur Kritik in den Medien zu lesen.

    Sanktionen des Existenzminimums sind nichts anderes als Erpressung, Nötigung oder Weisse Folter von Seiten eines sogenannten Rechtsstaates um angeblich ungehorsame und widerspenstige Bürger zu bestrafen oder zu vernichten. Irgendwann kommen sie womöglich doch wieder auf die Idee Arbeitslosigkeit als Straftat zu sehen.

    Wegen Terminversäumnissen das Existenzminimum zu kürzen ist ja noch schlimmer als die frühere Rohrstock-Methode, die mittlerweile eine Straftat wäre.

    —————-
    Das Buch „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ von Thomas Piketty scheint momentan weltweit zwar etwas Staub über die Funktionsweise des Kapitalismus aufzuwirbeln, aber der Staub wird sich leider auch bald wieder legen.

    http://www.ardmediathek.de/tv/ttt-titel-thesen-temperamente/Der-Reichtum-w%25C3%25A4chst-unaufhaltsam-Thoma/Das-Erste/Video?documentId=22128684&bcastId=431902
    DasErste – ttt titel thesen temperamente
    Der Reichtum wächst unaufhaltsam – Thomas Pikettys Thesen
    22.06.2014 | 07:53 min | Verfügbar bis 22.06.2015 | Das ErsteAusgerechnet ein französischer Wirtschaftswissenschaftler landet in den USA einen Megabestseller und das auch noch mit einer 1,2 Kilo schweren Kapitalismuskritik. Das Buch, „Das Kapital im 21. Jahrhundert“ ist keine Ferienlektüre, sondern ein Standardwerk, die weltweit umfassendste Datensammlung zum Thema Ungleichheit.

    http://www.wiwo.de/politik/konjunktur/tauchsieder-pikettys-strittige-kapitalismus-formel/9810944.html
    Pikettys strittige Kapitalismus-Formel
    Kolumne von Dieter Schnaas
    Der französische Ökonom Thomas Piketty hat ein Buch geschrieben, das die Branche elektrisiert und politischen Sprengstoff birgt: Das Gesetz der zunehmenden Ungleichheit, jubeln Linksliberale, sei eine Revolution. Oder doch nur kalter Kaffee?
    Vor sechs Wochen war Thomas Piketty ein französischer Wirtschaftswissenschaftler, der an der Pariser School of Economics und der École des Hautes Études en Sciences Sociales lehrte und im August 2013 ein fast 1000 Seiten dickes Buch mit einem anmaßenden Titel geschrieben hatte: „Le capitale au XXI siècle“ – „Das Kapital im 21. Jahrhundert“. Heute ist Thomas Piketty der neue Leitstern der Zunft, der angeblich die Weltformel des Kapitalismus entdeckt hat: „r > g“ lautet sie: der return on capital ist größer als das economic growth, zu deutsch: die Einkommen aus Kapital übertreffen das Wirtschaftswachstum – mit der Folge, dass sich die Schere der Ungleichheit zwischen den Vielen, die für kleines Geld arbeiten müssen und den Wenigen, die großes Geld für sich „arbeiten“ lassen können, immer weiter öffnet. (…)

    • Udo

      „Thomas Piketty der neue Leitstern der Zunft, der angeblich die Weltformel des Kapitalismus entdeckt hat: “r > g” lautet sie: der return on capital ist größer als das economic growth, zu deutsch: die Einkommen aus Kapital übertreffen das Wirtschaftswachstum – mit der Folge, dass sich die Schere der Ungleichheit zwischen den Vielen, die für kleines Geld arbeiten müssen und den Wenigen, die großes Geld für sich “arbeiten” lassen können, immer weiter öffnet. (…)“

      Erstaunlich ist ja, dass es sehr Viele oder noch mehr gibt, die glauben, diese Erkenntnis (Formel ???) zu entdecken, bedarf es eines Studium der „Wirtschaftswissenschaften“.
      Ach Gott oder so, wie forderte Kant: „Habe den Mut dich deines eigenen Verstandes zu bedienen“
      Gruß Udo

      • Deutscher Michel

        Ich habe auch eine neue Weltformel entdeckt 😦
        Allerdings weiss ich, dass schon seit vielen Jahren davor gewarnt wird da es sich in der Geschichte schon oft wiederholt hatte.

        Je grösser die „Ungleichverteilung des Kapitals“ und umso grösser die „Sanktionen des Existenzminimum“ umso stärker die folgenden „Sozialen Unruhen“

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