Meine Antwort auf die Ausladung des SWR-Nachtcafes

(Aufzeichnung war geplant am 10. Juli. Ausstrahlung am 11. Juli 2014)

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Erwähnung Ihrer Ausladung in einem meiner Blog-Beiträge

Sehr geehrte Frau C.,

der Fairness halber möchte ich Sie darüber informieren, dass ich Ihre Absage bezüglich meines geplanten Besuches im SWR-Nachtcafe in einem meiner Blog-Beiträge erwähnt habe…

Sind die Medien (-macher) bezüglich der Hartz-IV-Problematik völlig überfordert?…

http://wp.me/p3GGBt-la

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Ich selbst bin über die Ausladung nicht sonderlich überrascht, sondern nur darüber, wie schnell und unreflektiert Sie diese von Ihrer Seite aus ausgesprochen haben.

Zu Ihrer Begründung meiner Ausladung, auf Basis meiner Abmahnung von Frau Maischberger, „Frau Maischberger sei eine Kollegin von Ihnen“, erlaube ich mir Ihnen mitzuteilen, dass meine Hartz-IV-Kollegen reihenweise in die Verarmung, in die Psychiatrie oder im schlimmsten Fall in den Tot getrieben werden und ich mache Sie „die Medien-Macher“ dafür zu einem sehr großen Teil mit verantwortlich.

Welche seelische und psychische (Über-) Belastung die Wahl zwischen Zwangsarbeit und Sanktionierung darstellen kann, konnten Sie gerade live an meinem aktuellen Kontrollverlust miterleben, wobei ich es inzwischen gelernt habe, selbst solch scheinbar aussichtslosen Situationen schelmisch theatralisch zu begegnen, um MEINE Ziele zu erreichen. Siehe meinem Blog-Beitrag „Beendigung meines Lebens“, der für einiges an Wirbel gesorgt hat…

http://wp.me/p3GGBt-jZ

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Auf die Frage, wie ich es denn schaffen konnte, als (bewusst so lebender) Hartz-IV-Empfänger über zehn Jahre hinweg nicht sanktioniert zu werden, kann ich übrigens immer wieder nur antworten: „Ich mache halt einen guten Job!“

Nicht nur im Rahmen der TV-Sendungen, in denen ich aktuell eingeladen war, sondern auch in den entsprechenden Vorgesprächen, ist mir das fehlen jeglichen Vertrauens in andere Menschen, mit immer der selben Aufforderung „Hartz-IV-Empfänger müssen nun mal gezwungen werden“, aufgefallen und dass dieser ständig gesellschaftlich geforderte „Arbeitszwang“ in den Köpfen jedes einzelnen, die Basis des Faschismus in uns allen ist, scheint kaum jemand bewusst zu sein…

Anleitung für den Faschisten in uns selbst…

http://wp.me/p3GGBt-kN

Auf Grund der angeblichen Arbeitslosigkeit, auf Basis der Unfähigkeit der Gesellschaft und dieser mit immer perfideren Mitteln zu begegnen, kommt hier eine erneute sieg- und heil-lose Katastrophe auf uns zu.

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Auf jeden Fall hat mich Ihre Absage zu dem Entschluss bewogen, nur noch Sendungen als Gast zu besuchen, dessen Gastgeber zuvor Gast unserer Ausstellung „In Gedenken der Opfer der Agenda 2010“ waren und sich somit der Ausmaße des (kommenden) Elends auf Basis des Hartz-IV-Verbrechens mehr oder weniger bewusst sind…

www.Die-Opfer-der-Agenda-2010.de

Dies ist gerne als Einladung (nicht nur) an Herrn Backes zu verstehen.

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Auch wieder der Fairness halber möchte ich Sie noch dazu darüber informieren, dass diese Nachricht, als Antwort auf Ihre meine Ausladung, ebenfalls auf meinem Wendeberater-Blog von mir online gestellt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Michael Fielsch
Wendeberater(.de)

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5 Kommentare

Eingeordnet unter SWR-Nachtcafe

5 Antworten zu “Meine Antwort auf die Ausladung des SWR-Nachtcafes

  1. Deutscher Michel

    Das Thema wäre / ist „Arbeit – Pflicht oder Kür?“
    http://www.swr.de/nachtcafe
    Thema am 11. Juli
    Arbeit – Pflicht oder Kür?
    Sendezeit Freitag, 22.00 Uhr im SWR Fernsehen

    Seltsames Thema, Arbeitspflicht oder Arbeitskür.
    Wer einer Pflicht – zB Anschnallpflicht im PKW, Helmpflicht bei Krafträdern, … – nicht nachkommt begeht meines Wissens eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Busgeld bestraft da er sich oder andere gefährdet.
    Es gibt zwar weniger freie Arbeitsstellen als Arbeitssuchende, sollen Arbeitslose jetzt ein Busgeld zahlen weil sie keine Arbeit haben?
    „Ich lebe um zu arbeiten damit ich kein Busgeld wegen Arbeitslosigkeit zahlen muss?“

    Arbeitskür (zwang), Anschnallkür (zwang), Helmkür (zwang)? Bekommt man dann eine Belohnung wenn man sich mehrfach angurtet oder einen schönen Sturzhelm trägt?
    Nennt man das aber Anschnallzwang oder Helmzwang wird das mit dem „Arbeitszwang“ kritisch, Zwangsarbeit ist verboten.

    Ich kann mich jetzt nicht daran erinnern jemals länger als ein paar Minuten in Nachtcafé reingeschaut zu haben, selbst bei eigentlich interessanten Themen fand ich es doch recht zäh.

    • Deutscher Michel

      Ich bin gespannt ob im Nachtcafé bei dem Thema „Arbeit – Pflicht …?“(Arbeitspflicht) auch die historische Arbeitspflicht ein Thema ist. Oder evtl. Maschinensteuern und Maschinensozialabgaben als Ausgleich für jeden Arbeitsplatz der durch Maschinen ersetzt wird.
      Vermutlich nicht.

      Dabei hat Deutschland mit Pflichtarbeit „Freiwilligen- und Reichs-Arbeitsdiensten (FAD, RAD)“ bereits einschlägige historische Erfahrungen. Auch damals wurde es wegen Arbeitslosigkeit in der Wirtschaftskrise und zur Beschäftigung und Erziehung gerechtfertigt.
      Billige Arbeitskräfte für Kommunen und Industrie, heute nur mit etwas anderen Namen wie Ein- und Null-Euro-Jobs, Bürgerarbeit, … .

      http://de.wikipedia.org/wiki/Freiwilliger_Arbeitsdienst
      Der Freiwillige Arbeitsdienst (kurz FAD) war ein Arbeitsdienst in der Weimarer Republik. Er wurde 1931 unter der Regierung Brüning gegründet.

      Geschichte
      Die gesetzlichen Grundlagen dazu wurden mit der Notverordnung vom 5. Juni 1931 im § 139a des Gesetzes für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung geschaffen. Nach Artikel 1 der Ausführungsverordnung vom 3. August 1931 durfte er nur für gemeinnützige zusätzliche Arbeiten eingesetzt werden. Über groß angelegte Programme wurden arbeitslose Jugendliche oder Erwachsene beschäftigt. Der ursprüngliche Gemeinnutzen der Einsätze wich seit der Machtergreifung der Nationalsozialisten einem überwiegend militärisch definierten Nutzen. 1935 resultierte daraus der Reichsarbeitsdienst (RAD).
      […]

      http://de.wikipedia.org/wiki/Reichsarbeitsdienst
      Der Reichsarbeitsdienst (abgekürzt RAD) war eine Organisation im nationalsozialistischen Deutschen Reich. Ab Juni 1935 musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten. Vom Beginn des Zweiten Weltkrieges an wurde der Reichsarbeitsdienst auf die weibliche Jugend ausgedehnt. Der Reichsarbeitsdienst war ein Bestandteil der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland und ein Teil der Erziehung im Nationalsozialismus. Ab Mitte 1944 übernahm der RAD die 6-wöchige militärische Grundausbildung am Gewehr.
      […]
      Idee und Gründung
      Keine neue Erscheinung der Zeit des Nationalsozialismus ist die Idee einer „Frauendienstpflicht“, diese wurde in Deutschland seitens der bürgerlichen Frauenbewegung schon vor dem Ersten Weltkrieg diskutiert.

      Die Idee eines nationalen Pflichtarbeitsdienstes hatten die nationalsozialistischen Machthaber aus Bulgarien übernommen, das bereits 1920 einen Pflichtdienst eingeführt hatte, zu dem pro Jahr 30 % der Bevölkerung herangezogen wurden, um gemeinnützige Arbeiten zu verrichten. Das bulgarische Beispiel war in Deutschland in konservativen, aber auch in weiter links stehenden Kreisen beachtet worden, wo besonders die Effekte ‚staatsbürgerliche Erziehung‘ und ‚körperliche Ertüchtigung‘ Anklang fanden.

      In Deutschland führte die Regierung Brüning 1931 einen „Freiwilligen Arbeitsdienst“ (FAD) ein, der zum Abbau der hohen, durch die Weltwirtschaftskrise bedingten Arbeitslosigkeit dienen sollte. Die Maßnahme hatte wenig Effekt, die entstandenen Lager wurden zum Teil als paramilitärische Ausbildungslager für republikfeindliche Kräfte missbraucht.

      Die Rechtsparteien, darunter die NSDAP, hatten seit Beginn der Wirtschaftskrise immer wieder eine Arbeitsdienstpflicht gefordert; der FAD war somit nicht zuletzt ein Zugeständnis an die Rechte
      […]

      • Andi67

        @Deutscher Michel……Das ist ja interessant, gerade wollte ich einen Kommentar schreiben, habe aber nun Deinen Kommentar gelesen, der mir meine Worte aus dem Munde nimmt: Wollte nämlich auch den „Reichsarbeitsdienst“ erwähnen!
        Meine Meinung ist, Die oben erwähnte Sendung “Arbeit – Pflicht oder Kür?” http://www.swr.de/nachtcafe, sollte der Ehrlichkeit halber in dieser Zeit: „Reichsarbeitsdienst – Greuel oder Segen?“ heißen. In diesem Zusammenhang nämlich fordert man ja gerade aktuell und nachweislich, den 0 Euro Job.
        0 Euro zum Arbeitszwang (Arbeitszwang der sowieso schon besteht und gegen die Artikel des Grundgesetzes verstößt) bedeutet unter Zwang (Sanktionsdrohung, bei nicht erfüllung der nicht selbst gewählten Arbeitsstelle) einer bestimmte Tätigkeit, die andere für eine bestimmte Person vorsehen, nachzugehen und keinen Cent dafür zu bekommen…..klingt ganz einfach nach: „Reichsarbeitsdienst“, dass muss man einfach mal klipp und klar sagen. Da hilft es auch nicht, wenn man neue Worte oder schönere Worte für dieselbe Böse Sache erfindet, nur damit sie „schöner“ klingt.

  2. Alfred

    Reichsarbeitsdienst…Reichsarbeitsdienst…Reichsarbeitsdienst.
    Ja, genau das ist es! All diejenigen, die in der Realität angekommen sind und den Artikel gelesen haben, sollten fortan nur noch exakt diese Formulierung für die dunklen Machenschaften hinter der (mindestens angedachten) 0-Euro-Job-Einführung benutzen, mündlich genauso wie schriftlich. Beginnen wir mit dem Zusammenschluß, indem wir eine sprachliche Basis finden, und ein Anfang wäre gemacht. Verinnerlichen wir anfangs nur einzelne Worte, rühren wir unsere eigene Trommel dafür.
    Es liegt noch nicht so lange zurück, da schreckte man noch in Ermangelung der letzten Gewißheit davor zurück, einen halbwegs entwickelten Faschismus in dem System zu erblicken. Inzwischen trifft man damit – wortwörtlich – ins Schwarze.

  3. Deutscher Michel

    Immerhin hat in Grossbritannien der High Court „erzwungene unbezahlte Arbeit bei Erwerbslosigkeit“ wegen Verstoss gegen die „Europäische Menschenrechtskonvention“ abgelehnt. Gibt es doch noch ein Umdenken?
    Aber der „High Court“ scheint nicht mit unserem Bundesverfassungsgericht vergleichbar zu sein, das geht noch in weitere Instanzen.

    http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/gericht-untersagt-zwangsarbeit-fuer-erwerbslose-90016154.php

    GERICHT UNTERSAGT ZWANGSARBEIT FÜR ERWERBSLOSE

    Urteil: Erwerbslose dürfen in Großbritannien nicht zu unbezahlter Arbeit gezwungen werden

    09.07.2014

    Keine Arbeitslosenunterstützung bei Verweigerung der Zwangsarbeit
    […]
    In mehreren Verfahren gewann die Frau, so dass die britische Regierung in der Folge im vergangenen Jahr das Gesetz rückwirkend änderte. Der britische High Court werte dies jedoch ebenfalls als „Verstoß gegen die europäische Menschenrechtskonvention“. Die Anwälte der Frau forderten von der Regierung, den Erwerbslosen, denen die finanzielle Unterstützung versagt worden war, endlich ihr Geld nachträglich auszuzahlen. Das Arbeitsministerium kündigte an, gegen das Urteil Berufung einzulegen. (ag)

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