„Mein-Grundeinkommen“… ein hartes Los für die Gesellschaft!?

 

 

 

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6 Kommentare

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6 Antworten zu “„Mein-Grundeinkommen“… ein hartes Los für die Gesellschaft!?

  1. leider fehlt das schlagendste argument für ein grundeinkommen: eine nachvollziehbare berechnung! stattdessen wird hier wieder mal ein modell propagiert das – wenn es ans rechnen geht – einige nachteile mit sich bringt…
    grundsätzlich bringt ein einkommensteuerfinanziertes grundeinkommen – schon bei 50% flat tax auf alle einkommen – mehr in den topf als das hier favorisierte umsatzsteuerfinanzierte modell: die hälfte aller einkommen ist grösser als die hälfte aller ausgaben!
    michael bohmeyer initiator von mein-grundeinkommen.de sagte mal in einem interview er wolle sich nicht auf ein modell festlegen – das finde ich okay: wer sich mit den auswirkungen verschiedener modelle nicht beschäftigen mag kann gerne für ein grundeinkommen eintreten ohne sich auf ein modell fest zu legen…
    aber in der öffentlichkeit ein modell zu propagieren ohne zu rechnen halte ich für unseriös!

    • deutschemicheline

      Ich habe es so verstanden, dass es darum geht überhaupt einmal etwas in der Art von Bedingungslosem Grund Einkommen in die Tat umzusetzen.
      Natürlich muss sich „mein-grundeinkommen“ irgendwie finanzieren, aber dabei geht es nicht um die spätere Finanzierung wenn es denn mal kommen sollte.

      Ich finde die Doktor-Arbeit über die Finanzierbarkeit von André Presse immer noch die realistischste Möglichkeit da es schrittweise umgesetzt werden kann, die findet sich im Internet.

      Es gibt einige Videos von seinen Vorträgen:

      André Presse zur Finanzierung eines BGE
      Veröffentlicht am 09.05.2013 – Christian Werner
      4. Mai 2013 in der Landesgeschäftsstelle der Piratenpartei Sachsen

  2. Alfred

    Genau das ist nicht das SCHLAGENDSTE Argument für ein Bedingungsloses Grundeinkommen, sondern eher das Preis-Leistungs-Argument und noch viele andere mehr in dieser Richtung.
    Man schaue sich nur einmal an, wie viele „überflüssige“ Artikel einfach auf den Müll geworfen werden könnten, landeten sie nicht über Zwischenstationen bei den Tafeln, wo sie dann nach Gutsherrenart ausgespendet werden. Warum sondiert man aus, wo nicht aussondiert werden müsste? Warum nagt man das beste Fleisch von den Knochen ab und überlässt den Abfälligen die Fleischreste? Und nun komme mir keiner mit: die Qualität bei den Tafeln ist nicht schlecht! Das ist sicherlich keine „A-Ware“, und sie wäre unstrittig besser, wenn sie direkt und ohne Umwege auf den Tellern derer landen würde, die DIREKT ihren Beitrag zur Gesellschaft leisten, schon geleistet haben oder leisten würden!
    Und im Übrigen: selbst bei den Tafeln beklagt man sich über die explodierende Zahl an Bittstellern. So geht das, wenn eine Notlösung ohne Perspektive zu einer „Dauerlösung“ geworden ist; – wird man also demnächst bei den Tafeln Reissäckchen anbieten mit abgezählter Zahl der Körner? -Ich glaube, genau diesen Ansturm der künstlich zu Hilfebedürftigen Gemachten kann ein Land sich weder finanziell noch sonstwie leisten!
    Es ist nicht nur Aufgabe des Staates, die Armen irgendwie am Leben zu erhalten, sondern auch dem Elend vorzubeugen, wenn und soweit das mit in seinen Verantwortungsbereich fällt (nicht: seine Bürger reich zu machen!) Offenbar- die Armutsstatistik beweist es – erfüllt er diese Pflicht nicht annähernd (wer ist schon gern arm und ausgegrenzt?) Wann dringt das endlich einmal durch? So provisorisch hält es nicht nur jeder gute Arzt, sondern generell jeder echte Menschenfreund.
    Ein BGE wäre genau das Gegenteil von Hilfebedürftigkeit, sondern ein stilles Einverständnis gegenseitiger würdevoller Unterstützung. DAs Leben wäre auch darüber hinaus noch schwer genug und hielte genügend individuelle Herausforderungen bereit.

  3. Alfred

    Und in diesem Zusammenhang: Nur ganz wenige stellen sich die folgende einfache Frage.
    Wenn der Staat von der Möglichkeit reichlich Gebrauch machen kann, im SGBII-Bezug mich bei angeblichem oder tatsächlichem Fehlverhalten zu bestrafen, warum darf ich dann nicht eine ähnliche Strafe über ihn verhängen, wenn er seine Macht missbraucht? Und wenn beides nicht möglich ist, warum dann überhaupt Strafe? Und eine solch entsetzliche, direkt an der Existenz rührende noch dazu?
    Bestenfalls bekomme ich über Gerichtsbeschluss dasjenige, was mir ohnehin zusteht – aber die Peitschenriemen zeichnen sich allein an meinem Rücken ab!

  4. deutschemicheline

    Weshalb nicht einfach
    „Griechisches Bedingungsloses Grundeinkommen | EURO“
    eine „G-BG-EURO“ Währung in Griechenland
    später eine „D-BG-EURO“ in Deutschland
    und „F-BG-EURO“ Währung in Frankreich

    Das wäre eine Möglichkeit das BGE real bei der Krise erst einmal in Griechenland einzuführen.

    Ich habe mit BGE wenig zu tun aber ich wundere mich schon länger weshalb wir Griechenland nicht nur die Demokratie zu verdanken haben sondern auch als Möglichkeit sehen das „BGE“ einzuführen.

    zusätzlich zum „EURO“ wäre es mit den katastrophalen humanitären Zuständen in Griechenland doch denkbar und umsetzbar eine zusätzliche eigene griechische Währung einzuführen und den Euro nur als überregionale, internationale, europäische Gemeinschaftwährung.
    Die Staaten müssten wieder eine eigene Währung haben, die sie selbst bestimmen können ohne für alles immer wieder neues Geld von Banken mit Zinsen leihen zu müssen. Die sollte mindestens für das Existenzminimum | BGE nutzbar sein. Alles was darüber liegt in Euro.

    Anstatt Lebensmittelgutscheinen oder ähnliches jedem griechischem Bürger eine entsprechende Summe als Existenzminimum in „griechischer BGE – Währung“ als Lohn, Sozialhilfe, Kapitalerträge, … auszahlen damit auch untereinander wieder Leistungen bezahlt werden können ohne sich unendlich mit Euros zu verschulden.

    Die nationalen BGE-Währungen müsste natürlich auch mit entsprechendem Wechselkurs in „EURO“ umgetauscht werden können, die wie früher national auf- und abgewertet werden können da das Existenzminimum überall unterschiedlich ist.
    Deutschland zB 1.000 D-BGE = 1.000 EUR
    Frankreich zB 850 F-BGE = 1.000 EUR
    Griechenland zB 500 G-BGE = 1.000 EUR

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