112. Tag ohne Grundsicherung – Meine Beschwerde beim Landgericht

Nachstehend meine Beschwerde beim Landgericht bezüglich der Weigerung von Seitens des Sozialamtes mir weiter meine Grundsicherung zu zahlen. Der Beschluss vom Sozialgericht hängt darunter.

Beschwerde gegen das Urteil vom 23.06.2017

Beschluss des Sozialgerichtes 06.2017

 

 

 

 

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Grundsicherung

5 Antworten zu “112. Tag ohne Grundsicherung – Meine Beschwerde beim Landgericht

  1. Anonym

    Hi Micha, mal einen Rat, du schreibst da sehr viel persönliche Dinge rein. Ich würde mich rein auf das sachliche Beziehen.

    • Alfred

      Na ja, ich will und kann keine Antwort des Adressanten vorwegnehmen, denke aber, dass geht eben deshalb nicht, weil es ihn ja persönlich (subjektiv) betrifft, und zwar in allerschwerstem Grade!

    • Michael Fielsch

      Hi Anonym,
      wenn ich mich nur noch auf das rein Sachliche beziehen würde, würde ich die Problematik (mit der Zeit immer mehr) von meinem eigenen Leben entkoppeln und am Ende ende ich dann wie so viele andere Zeitgenossen in einer künstlichen Auswirkungsbekämpfungswelt bzw. -initiative (auch Vereine oder Parteien benannt), die gar nichts mehr mit mir selbst bzw. meinem ureigensten Anliegen zu tun haben.
      Durch den persönlichen Bezug und das Erleben des tiefen Schmerzes, weil ich eben nicht in eine künstliche Welt ausweiche, werden mir die Ursachen und die ständigen sich wiederholenden Verhaltensmuster aller Menschen (auch mir selbst) immer klarer. Dies hilft mir u.a. in eine immer neue Gedanken- und Handlungsqualtität überzugehen, wie z.B. mit dem Projekt, welches ich als nächstes intensiv anstoßen möchte… http://www.Weltrettung-durch-Therapie.de

      Ich denke wir wissen alle, dass das Problem mit Sachlichkeit nicht zu lösen ist, weil Menschen die durch „Angst vor Kontrollverlust“ angetrieben werden, immer in die Zerstörung gehen, wenn sie ihren Willen nicht bekommen. Nur über die Zerstörung bzw. Vernichtung können diese (zu tiefst kranken Menschen) beweisen, dass ihr Weg der einzig richtige und wahre ist, weil, wäre man (unterwürfig) ihren Weg mitgegangen, wäre es ja nicht zur Zerstörung bzw. Vernichtung gekommen. Das ist einfachste psychologische Mathematik. 😉

      Aus technischer bzw. sachlicher Sicht kann ich niemals gewinnen. Aus menschlicher Sicht gewinne ich jeden Tag (neue Erkenntnisse) hinzu. 🙂

  2. anonym

    Eine Anmerkung zum Problem der Kontrolle:

    Du erwähnst hier die DDR und dein dortige Sozialisation. Was die Verhältnisse im neoliberal-kapitalistischen SchweinesystemBundesrepublik Deutschland von der DDR aber unterscheidet ist, dass die Behörden und der Gesetzgeber eigentlilch nicht daran interessiert sind, dich persönlich zu kontrollieren. Die wollen nicht wirklich wissen, was du so alles treibst, so lange dein Widerstand gewaltfrei und im Rahmen der Gesetze bleibt. Was die kontrollieren wollen, sind dein Finanzen.

    Ich hatte es hier schon an anderer Stelle geschrieben: Es muss unter allen Umständen verhindert werden, dass du aus Sozialleistungen einen Kapitalstock aufbaust. Damit hättest du dich dann zwar von Sozialleistungen unabhängig gemacht. Unsere Zockerbuden, Rentiers und der Finanzadel, wollen aber keine Konkurrenz um die schmaler werdende Rendite an den Finanzmärkten.

    Außerdem sollen die Kosten für den unvermeidlichen Ausstoß unseres kranken Wirtschaftssystems – also dich (und mich) – so gering wie möglich gehalten werden, damit die oben genannten Gruppen hierfür nicht zur Verantwortung gezogen werden – was ihre Profitrate schmälern würde – und die Mittelschichten, die Steueren und Abgaben zahlen, möglichst bei Laune bleiben.

    Deshalb wirst du kontrolliert, um jeden überflüssigen Pfennig abzupressen, und nicht weil jemand wissen will, was du privat so treibst. Das kommt vielleicht erst noch, im Zuge der Systemkrise, wenn die inneren („Schmarotzer“) und äußeren Feinde („Terroristen“) immer vehementer bekämpft werden müssen, um den Kollaps zu hinaus zu schieben. (Ansätze davon gibt es ja schon in den Jobcentern, die gerne die „Innere Einstellung“ der Arbeitslosen kontrollieren und korrigieren möchten.)

    Meines Erachtens geht es bei der „Pflicht“ zur Vorlage von Kontoauszügen also nicht darum, deine Gesinnungen und Aktivitäten zu kontrollieren. Dass dabei deine privaten Verbindlichkeiten in das Wissen deines Sachbearbeiters geraten können, ist eher ein unschöner Seiteneffekt, der aber (zur Zeit noch) vor allem ein Datenschutzproblem darstellt – was natürlich ernst zu nehmen ist, da es die Hoheit über den persönlichen Lebensbereich, und damit auch die Würde und die Selbstbestimmung betrifft.

    Ansonsten: Schöner Brief. Gut geschrieben, auch wenn du damit – wie du selber sagst – technisch nicht gewinnen kannst.

  3. Viktor

    Hi Micha,

    Nun passierte in dem Gerichtsbeschluss genau das, was ich Dir am 19.06.2017 hier im Forum bereits mitteilte – Eins zu Eins.

    Du legtest nun als Rechtsmittel gegen die Abweisung Beschwerde ein. Sie macht keinen Sinn. So sehr ich Dich menschlich verstehen kann, läufst Du mit Deiner Beschwerde gegen eine Wand. Du kommst so nicht weiter – ,also wenn Du Geld vom Amt haben willst!

    Einstweiliger Rechtsschutz heißt auf deutsch so viel wie einen provisorisch, vorläufigen, vorübergehenden Rechtsschutz zu erwirken zum abwenden der Notlage. Somit macht ein Weiterverfolgen dieses Verfahrens keinen Sinn mehr.

    Am 25.04.2017 legtest Du Widerspruch gegen Deinen Ablehnungsbescheid ein. Wo ist Dein Widerspruchsbescheid dazu?! Er hätte ja längst beschieden sein müssen. Gegen diesen Widerspruchsbescheid musst Du vor dem Berliner Sozialgericht binnen eines Monats Klage erheben! – Setzt natürlich Deinen Kooperationswillen voraus.

    So nun noch eine andere Frage Micha – Das Berliner Landgericht hat Dich doch rechtskräftig wegen Schwarzfahrens verurteilt und du musst nun irgendwelche monatlichen Raten zahlen, was Du ja nun nicht mehr kannst. Droht Dir da weiteres Ungemach?

    LG Viktor

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